Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr


"Zeit macht nur vor dem Teufel halt" - Fotograf: Gerd Altmann / pixelio.de

"Zeit macht nur vor dem Teufel halt" Foto: G.Altmann / pixelio.de

Wer zum Ende eines Jahres, in sylvesterlicher Vorstimmung, auf das Vergangene zurückblickt, stellt in der Regel als Erstes fest wie schnell ein Jahr doch vergangen und was sich darin doch alles als ‘bemerkenswert’ ereignet hat. Sinniert was passierte und über der Frage “Mensch, wo ist die Zeit nur wieder geblieben”? Wer als politisch interessierter Mensch sich mit den Ereignissen 2011 auf Bundesebene beschäftigt, wird sehr schnell ein wahren “Krisenjahr 2011″ erkennen. Die Schlagzeilen des zurückliegenden Jahr wurden geprägt von Vertrauens-, Euro- und Klimakrise, geschüttelt durch Finanz- und Wirtschaftskrise, lediglich unterbrochen von Copy- & Paste-Skandalen, Atom-GAU in Fukushima und Energiewende in Europa – doch stets im Kontext einer Krise

Wir, als Hohensteiner SPD möchten uns aber nicht nur mit den Ereignissen auf Bundesebene beschäftigen, sondern -wie eigentlich immer- unseren Focus in erster Linie mal auf unser Hohenstein richten. Schauen wir, als “politisch Aktive”, als “von Hohensteinern Beauftragte”, selbst als Hohensteiner und als Freunde und Nachbarn, mal zurück was uns so im Jahr 2011 beschäftigt hat. Wenn man das Jahr 2011 für die SPD Hohenstein unter ein Motto stellen müsste, so erkennen wir -quasi “als roter Faden”- den Tenor „Tradition und Fortschritt verbinden“.

Kaum war im Januar 2011 der Jahreswechsel geschafft, standen auch schon die Vorbereitungen für die Kommunalwahl zum 27. März im Mittelpunkt unserer Arbeit. Mit der Neugestaltung unseres Internetauftritts wurde die SPD für das “World Wide Web” auf neue Beine gestellt, um für eine schnellere Zukunft vorbereitet zu sein. Nicht nur, damit wir Sie ab sofort schneller und umfangreicher über unsere Arbeit informieren können, sondern auch und vor allem, um einen schnellen und raschen Dialog zu fördern und so stand schnell die Funktion, dass man alle unsere Themen und Artikel im Web kommentieren und ausdiskutieren konnte – ähnlich, wie man es von Facebook und anderen Seiten längst kennt. Aber neben diesen Änderungen in den neuen Medien wurden auch auf klassischem Wege unsere Kandidatenflyer und das Wahlprogramm in bewährter Druckform entworfen, hergestellt und an jeden Haushalt in Hohenstein verteilt.

Zahlreiche Veranstaltungen und Infostände wurden noch vor dem Wahltag organisiert und sollten auch weit darüber hinaus noch ein probates Mittel für unser angestrebtes Miteinander sein. Im Februar richteten wir dann auch wieder unser traditionelles “Schlachtfest in Burg Hohenstein” aus und setzten das längst zur beliebten Gewohnheit gewordene “Heringsessen der SPD Born” fort – eine besondere Veranstaltung, wie sie sich inzwischen zu einer größten, gemeinschaftlichen “Heringsessen” im Kreis entwickelt hat.

Unter dem Motto „100% für Hohenstein – Neue Energie, aber wie?“, versuchten wir einen neuen Weg aufzuzeigen, wie man sich unmittelbar und persönlich der allgemeinen Energiewende zuwenden kann. Die “überragend gut” besuchte Informationsveranstaltung sollte uns allen belegen, dass man mit interessanten Themen und aus der Mitte seiner Mitbürger heraus, durchaus dieser allgemeinen Politikverdrossenheit entgegenwirken kann und auch -entgegen aller Unkenrufe- durchaus zwischen dem Bürger und seiner ihn vertretenden Parteien sehr gut ins Gespräch kommen kann – gerade dann, wenn die Themen brennender werden, wie es 2011 mit der s.g. “Energiewende” von uns allen erlebt wurde. Mit den Beschlüssen zu einer Bürgerbeteiligung bei Photovoltaikanlagen und der Aufstellung von vier Windkraftanlagen in Burg Hohenstein beteiligt sich die Gemeinde Hohenstein unter der Führung, Mitwirkung und Iniative der SPD Hohenstein mit einem wichtigen Beitrag um dieses Bestreben zu einem Atomausstieg zu unterstützen.

Am 27. März war es dann soweit! Die Bürger und Bürgerinnen sollten entscheiden dürfen, wie sich die zukünftigen Parlamente bis 2016 zusammen setzen. Die SPD Hohenstein konnte im Rahmen dieser Wahl Ihre Mehrheit im Parlament behalten,. Für dieses entgegengebrachte Vertrauen möchten wir uns nochmals recht herzlich bedanken.

Zeitgleich mit dem Beginn der neuen Legislaturperiode unseres Gemeindeparlaments standen dann auch schon die Neuwahl des Vorstandes der Hohensteiner SPD und die Festlegung der zukünftigen kommunalpolitischen Arbeit der Partei an. In einer gut besuchten Mitgliederversammlung wurden der Vorsitzende Daniel Bauer und der stellvertretende Vorsitzende Daniel Ott einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Ebenso wurden der Kassierer Erich Lehmann und unser Pressesprecher Peter Schmidt wiedergewählt. Der Schriftführer Johannes Schmidt kam als jüngstem Vorstandsmitglied neu in die Vorstandsführung und trug damit ebenfalls zu einer weiteren Verjüngung der Hohensteiner SPD bei, nachdem bereits eine deutliche Verjüngung der Fraktion nach der Kommunalwahl zu verzeichnen war. Als Beisitzer für den Vorstand wurden gewählt: Helga Becker, Judith Reim und Manfred Jenner.

Einmal mehr lud die SPD Born auch wieder zum traditionellen und sehr beliebtem Grillfest am 1. Mai ins Touristenhäuschen. Genauso wie in Hennethal, wo wir die Sonnenwende organisiert durch den Ortsbezirk Hennethal schon ein fester Bestandteil im Terminkalender ist. Bei bestem Wetter haben viele Bürger und Bürgerinnen aus ganz Hohenstein, Aarbergen und Taunusstein den Weg in die schönste Gemeinde im Untertaunus gefunden. Zwei Feste mit einer langen Tradition.

Nach der Sommerpause nahmen dann unsere Arbeitskreise “Ortsgespräch”, “Soziales / Demographischer Wandel” und der “Arbeitskreis Umwelt und Energie” ihre Arbeit auf. Von August bis Mitte November beschäftige uns dort das Thema “Golfplatz am Hofgut Georgenthal”, zu dem die Gemeinde alle Bürger und Bürgerinnen bei einer Infoveranstaltung einlud, wo ein reger, interessanter Austausch aller Aspekte stattfinden konnte. Nach dieser Veranstaltung wurde das Thema und die darin gewonnenen Gesichtspunkte, Anregungen und Überlegungen sehr rege innerparteilich ausdiskutiert und miteinander abgewogen. Die SPD Hohenstein besuchte deshalb dann auch im September die Golfplatzanlage des Mainzer Golfclubs in Budenheim und konnte sich dort einen ganz hervorragende Eindruck verschaffen, wie eine moderne Golfplatzanlage zu funktionieren hat und sich aus erster Hand zu informieren mit welchen Themen und Thematiken dies verbunden ist. Nachdem wir auch diese Aspekte reichlich besprochen, abgewogen und auf unsere Vorhaben hin adaptiert, bzw. überprüft hatten, konnte schließlich schon im November in der Gemeindevertretung ein mehrheitlicher Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplanes für den Golfplatz am Hofgut Georgenthal gefasst werden.

“Neue Wege” waren hier ein erfolgreiches Schlagwort, dem die SPD Hohenstein dann auch zum November hin mit der “bebilderten LeseErzählung” der Erfolgsautorin Dietlinde Hachmann gerecht werden konnte. Bei dieser ganz erstaunlich positiv angenommenen Veranstaltung erfüllten sich gleich mehrere Mitglieder aus der aktiven SPD Hohenstein einen lang gehegten Wunsch und organisierten “einfach mal so – nur um des gemeinsamen Genusses Willen, einen Abend, von dem alle etwas ganz Besonderes haben sollten. Fernab jeglicher politischer Position, oder Aufgabe und nur dem Wunsch verpflichtet etwas Tolles für seine Bürger, Mitbürger, Nachbarn, Freunde und Ortsansässigen auf die Beine zu stellen und frei allen politischen Hintergrundes einfach mal eine nette Runde zu organisieren”, so zumindest die offizielle Erklärung unseres, ersten Vorsitzenden Daniel Bauer – anlässlich seiner dortigen Begrüßungsrede.

Im Anschluss an diese zeigte uns dann Frau Hachmann, was sie in hunderten Foren-, Facebook- und Twitter- Beträgen schon zig-fach von ihren anderen Besuchern bescheinigt bekam – nämlich, dass eine Lesung nicht einfach nur trivialer Monolog sein muss, sondern in der richtigen Mischung aus Bildern, Berichten und lebhaft vorgetragener Erzählung, ein toller Abend im vollen Genuss eines hochaktiven “Kopfkinos” verlebt werden durfte. So, zumindest auch der häufige Tenor vieler begeisterter Stimmen im Anschluss an diesen Abend, die auch noch in den nächsten Tagen ind Wochen gleich mehrfach bei uns nachgefragt haben, wann und ob wir wieder mal “so etwas Wunderbares” veranstalten wollten – sehr, sehr gerne eben auch gerade wieder mit dieser Autorin, die nun wohl gleich etliche Fans mehr in Hohenstein verzeichnen darf.

Mit dem “Internationalen Tag der Toleranz”, stand dann auch gleich schon ein weiterer Event an, den wir nicht einfach nur an uns vorüberstreichen lassen wollten, sondern abermals diese tolle Gemeinschaft, das gemeinsame Erleben, erfahren und austauschen unterstützen durften und mit sehr gelungener Live-Musik, Vorträgen und berichteter Erfahrungen einen Abend des Austausches anbieten konnten. Auch hier durften wir wieder mal erleben, wie gerne und vielfältig doch solche Angebote auch wahrgenommen werden – hier, bei uns in Hohenstein – von, für und mit den Hohensteiner Nachbarn und Freunden. Eine Erkenntnis, die sicherlich in gar keinem Fall zu kurz kommen darf, will man das Jahr 2011 mal resümieren und aus der wir mitnehmen wollen, dass es hier nicht nur Bedarf für gibt, sondern auch eine sich daraus ergebende Verpflichtung – ein, die wir gerne annehmen und auch für die noch kommenden Jahre als Auftrag und Verpflichtung mitnehmen werden.

Gründe zum Feiern gab es für die SPD Hohenstein ebenfalls. So ehrte in 2011 die Gemeinde Hohenstein hat einen neuen, einen ganz besonderen Ehrenbürger: Erich Bach. Im Rahmen einer Feierstunde zu dessen 80. Geburtstag erhielt Herr Bach von unserem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Horst Enders, die Ehrenbürgerwürde verliehen – eine sehr seltene, rar gewordene Auszeichnung, die aber der langjährigen und intensiven Verdienste von Herrn Bach um seine, um unsere Gemeinde Hohenstein mehr als verdient hat! Diese höchste Auszeichnung der Gemeinde Hohenstein steht immerhin für zusammengefasste 185 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit und rein rechnerisch auch “zusätzliche” 52 Jahren Mitgliedschaft in der SPD. In diesen geradezu bewundernswert, vielen Jahren hat sich unser Erich Bach stets als “ein Mann des Volkes” erwiesen und in aber-hunderten Stunden, Wochen, Monate und Jahre für uns, seine Mitbürger eingebracht und aufgesetzt, was es auch immer galt zu tun, zu planen, zu helfen und umzusetzen.

Er bekleidete in dieser Zeit nicht nur das “Amt des Ortsvorstehers”, sondern auch über viele Jahre das Amt des “1. Beigeordneten der Gemeinde” und zwar gleich in mehreren Ämtern, war als Vorsitzender des TGSV ein aktiver Posten für Musik- und Sangeskunst zuständig und ist dort -bis heute- ein aktiver Sänger. In ihren Grußworten resümierten und dankten die Damen und Herren: Bürgermeister Jürgen Finkler, Landrat und Innenminister a. D. Herbert Günther, der 1.Vorsitzende der SPD Daniel Bauer und der Vorsitzende der Sängervereinigung Gerhard Hofe einem ganz besonderem Jubilar und von nun an eben auch dem “Ehrenbürger der Gemeinde Hohensteins”, Herrn Erich Bach (80).

Sein beispielhaftes, eindrucksvolles und fast schon wieder beispielloses Lebenswerk, ganz im Dienste seiner Mitmenschen, kann eigentlich in Art, Umfang und Leistung zu keiner anderen Anerkennung führen, als wie es nun hiermit amtlich dokumentiert und belegt wurde – wir alle ziehen unseren Hut vor so viel Einsatz und Engagement -und das steht sogar überparteilich auch für viele Namen und Gesichter, die sich politisch entweder ‘gar nicht’, oder auch nur ‘in anderen Parteien und Gruppierungen’ zuhause fühlen- und können voller Anerkennung und Respekt einen solchen Dienst im Dienste einer ganzen Gemeinde und deren Einwohnern nur huld- und respektvoll würdigen. Einfach, weil es verdient ist und eigentlich weit mehr als nur “verdient”!

Sie sehen: 2011 war sicherlich ein Krisen- und Skandalgeschütteltes Jahr – zumindest eben dann, schaut man auf die großen Dinge dieser Welt. Doch es darf durchaus auch für alle Beteiligten mit ein wenig Stolz und Anerkennung gewürdigt werden, dass dies nicht gilt, betrachtet man das, was wir hier “im kleinen und für uns” getan, bewegt und erreicht haben. Unter einem solchen Fokus kommt für das vergangene Jahr dann doch eher ein wenig Stolz und Wehmut auf. Stolz auf das, was gleistet, erreicht und bewegt wurde. Wehmut, bedenkt man, was hätte es alles noch werden können und Verpflichtung, schaut man nach vorne und führt sich vor Augen was in 2011 einfach toll und gut war, was es uns sagte und erkennt darin die neuen Aufgabenstellungen für 2012 und die nähere, wie weitere Zukunft.

Eine Zeit, auf die wir uns mit sehr viel Spannung, Bereitschaft zum Einsatz und Erkenntnis zur Notwenigkeit, gewappnet fühlen. Eine Zeit, die uns sicherlich manches lehren und lernen wird, in der wir aber auch mit dem gelernten und gelehrtem eine ganz besonders gute Ausgangsposition haben, um auch Ende 2012 wieder auf das ein, oder andere erfolgreich gelungene zurückblicken zu dürfen.

Mit Gottes Segen, mit Ihrer Hilfe und mit dem Einsatz der nächsten, einer neuen Generation und zwar sowohl in der SPD-Hohenstein, als auch in, mit und für alle Hohensteiner, aber auch mit der Hilfe eines jeden Einzelnen – bei dem wir uns für GANZ HERZLICH für 2011 bedanken und mit dem wir uns GANZ BESONDERS auf 2012 nun freuen – komme, was da auch immer kommen wolle…

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen, uns und allen unseren Mitmenschen einen guten Rutsch ins neue Jahr, ein gesundes und erfolgreiches, neues Jahr – vor allem aber auch ein ganz persönlich zufriedenes, neues Jahr, in dem auch Sie sich an ihren persönlichen Aufgaben als Gewinner und Bereicherten empfinden mögen dürfen.

Und damit schließen wir – als SPD Hohenstein – das Jahr 2011 zufrieden ab und konzentrieren uns nun auf das kommende,

Ihr…

Vorstand der SPD Hohenstein
sowie die Fraktion der SPD Hohenstein

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